Creafo Blog

Heute möchten wir Euch einmal von unseren Erfahrungen bei unseren Hochzeitsreportagen berichten.

Das werden wir jetzt hin und wieder tun, damit Ihr bei Euren Hochzeiten davon profitieren könnt.

Zuerst widmen wir uns dem Thema Fotografie und/oder Film in der Kirche.

Natürlich sollt Ihr von Eurem Hochzeitstag die schönsten Erinnerungen als Foto oder auch als Video Film erhalten. Da macht es total Sinn einen guten Hochzeitsfotografen und evtl. auch einen guten Videografen für diesen ganz besonderen Tag zu buchen. Neben den Schnappschüssen die Eure Gäste, Freunde und die Familie mit ihren Kameras und Handys liefern, sind das mit Sicherheit die schönsten Erinnerungen, die von diesem wunderbar geplanten und einmaligen Ereignis bleiben und die man dann, Jahrzehnte später, auch noch den eigenen Enkeln zeigen kann.

Bitte seid jedoch ganz sensibel, was die Fotografie in der Kirche und im Standesamt betrifft. Ich gehe sogar noch weiter. Auch die Fotografie bei freien Trauungen solltet ihr sensibel betrachten. Und zwar nicht mit dem Gedanken „Alle sollen dabei Fotos machen“ und „viel ist schön und bringt viele Erinnerungen“… in diese Richtung gibt es bestimmt einige Gedanken und Überlegungen, oder noch schlimmer, man macht sich gar keine Gedanken.

Worauf ich anspiele ist folgende Situation. Stellt Euch vor Ihr seid mitten in der Trauung und neben dem gebuchten Fotograf stehen plötzlich Tante Frieda mit der Video-Kamera, Onkel Heinrich mit seinem Handy, Petra mit Ihrem Ipad und auch der Papa mit der eigens neu angeschafften Kamera hinter, neben, vor Euch und um Euch herum. Jeder versucht für Euch das beste und tollste Foto der Trauung aufzunehmen und sie treten unbewusst in einen Wettkampf miteinander. Leider hat Papa vergessen den Piepton der Kamera ab zu stellen und bei jedem Auslösen hallt ein lautes „Piep“ durch die Location.

Da der gebuchte Fotograf das Ereignis als Reportage aufnimmt, habt Ihr bei der Trauung also nicht nur Euch beide beim Ringtausch auf Euren Hochzeitsfotos mit einer andächtigen Gemeinde im Hintergrund, sondern mit ganz vorne stehen die liebe Tante Frieda, die gerade eine Nah-Aufnahme der Ringe macht und inzwischen fast zwischen Euch steht, um an das Ringkissen zu kommen.

Onkel Heinrich ist derweil hinter den Pfarrer in den Altarraum getreten um auch mal eine Aufnahme vom Ganzen mit dem Handy zu tätigen. Die liebe Petra denkt sich, wo der Hochzeitfotograf ist, da stelle ich mich auch hin der hat bestimmt einen tollen Blickwinkel und hält diesem aber leider das große Ipad ins Bild. Sie wundert sich dann, dass der Hochzeitsfotograf sich eine andere Position sucht und bleibt ihm aber dicht auf den Fersen. Ob sie ihm bei der Arbeit hinderlich ist, daran denkt sie leider nicht.

Papa sieht nun seine Chance einmal ganz besondere Fotos aus besonderen Perspektiven zu machen und klettert auf die Kanzel. Dies findet der Pfarrer nicht so lustig wie alle Gäste und nachdem sein strafender Blick bei Papa ungesehen verhallt, sieht er sich gezwungen doch dazu ein paar Worte zu sagen. Vor der versammelten Gesellschaft. Paps steigt nun mit roten Ohren herunter und geht wieder auf seinen Platz.

Überlegt Euch mal, ob Ihr solche Fotos wirklich möchtet und auch was auf den Fotos Eurer Trauung wirklich zu sehen sein soll und Euch wichtig ist.

Natürlich sind unsere Beispiele etwas überspitzt, aber wir haben sie so oder ähnlich bereits erlebt. Naja, auf jeden Fall werden die Ergebnisse und Erinnerungen in unserem Beispiel bunt und Papas „Piep“ hört man ja glücklicherweise nur auf Tante Friedas Video-Film. Kicher.

Was könnt Ihr tun, um solche, nennen wir es einmal „Foto-Einmischungen„ durch die lieben Gäste, Freunde und die Familie zu verhindern?

Da gibt es verschiedene Ideen:

– Sagt es klar, auch schon im Vorfeld.

– Der Pfarrer oder einer der Trauzeugen sagt zu Beginn der Zeremonie für alle Hörbar, dass Fotos/Videos ausschließlich durch den/die gebuchten Fotografen /Videografen gemacht werden sollen. Nach unserer Erfahrung ist dies sehr wirksam und kann natürlich auch im Standesamt oder bei der freien Trauung zur Anwendung kommen.

– Diesen Hinweis könnt Ihr auch ins Kirchenheft oder sogar schon in die Einladung schreiben.

– Wir haben im Eingangsbereich der Kirche auch schon vom Brautpaar designete Schilder zu diesem Thema gesehen. Diese müssen aber besonders schön sein, da diese auch ein Teil der Fotoreportage werden könnten. Beim Einzug/Auszug wären sie möglicherweise zu sehen.

Wir werden damit wahrscheinlich nicht alles verhindern können. Aber wir finden, einen Versuch um Euch bei der Trauung alleine im Vordergrund zu haben, ist es auf jeden Fall wert.

Eure Lieben können später noch den ganzen restlichen Tag Fotos und Filme von und mit Euch machen (mal abgesehen von den Brautpaarfotos), da können sie die Trauung am liebsten uns überlassen.

Denkt mal drüber nach

Fröhliche Grüße

Simone